Herbstwanderung; ein paar Impressionen !

Dorfkulturkreis Wietzen wandert in Graue

 

 

 

An einem herrlichen Herbstsonntag im Oktober treffen sich über 40 Wanderfreunde aus Wietzen und umzu zur traditionellen Herbstwanderung des Dorfkulturkreises auf dem Hof Bockhop in Graue. Bevor sich die muntere Schar auf den Weg macht, stellen Melanie und

 

Hans Bockhop ihre schöne Hofanlage mit den restaurierten Gebäuden wie Backhaus und Speicher vor. Ein kleiner Blick in das  Hofmuseum mit der Hofgeschichte, sowie in die reetdachgedeckte Zigarrenlounge durften nicht fehlen. Zum Abschluss ein Gläschen selbstgemachten Holunderlikör und wir machen uns auf den Weg. Vorbei an der schönen Teichanlage des Hofes überqueren wir die Graue, durchwandern einen herrlichen Buchenwald, in welchen die beiden vorangegangenen Stürme deutliche Spuren hinterlassen hatten. An der Oberen Wassermühle angekommen, wurden wir schon von Heinrich Meinke empfangen. So erfuhren wir vom „Grauer Urgestein“ viel Wissenswertes über die Geschichte der Mühle, die Teichanlage und deren Bewirtschaftung in vergangenen Zeiten. Leider ist das Mühlenrad nicht mehr vorhanden da dieses bei dem großen Sommerhochwasser im Jahr 1958 komplett zerstört wurde. Zeitzeugen aus der Wandergruppe berichteten über das zurückliegende Ereignis und wie die Wassermassen sich damals den Weg durch das Mühlengebäude gebahnt hatten. Zeit zum weiter wandern. Wir verlassen das gepflegte Gelände und machen uns auf den Weg zum nächsten Ziel; die Untere Wassermühle an der Graue. Unter den hohen Eichen einer ehemaligen Hofanlage wird aber vorher noch eine Frühstückspause eingelegt. Die fleißigen Helferinnen des Dorfkulturkreises hatten Brote geschmiert, und so manch einem Wanderer viel die Auswahl zwischen Mett,-Aufschnitt und Schmalzbrot sichtlich schwer. In lockerer Runde konnten so viele Gespräche geführt werden und man is „ok son beten ober Land un Lüe gewohr wurn“

 

Weiter geht es zur nächsten Mühle. Hier angekommen, konnte uns Heinrich Meinke einiges über die Historie erzählen. Auch diese Untere Mühle an der Graue gehörte zu den Erbzinsmühlen der Grafen von Hoya, und haben über Jahrhunderte das Dorfbild mit geprägt. Gut zu erkennen noch der Staubereich sowie der Gewässerabsturz, der das oberschlächtige Mühlenrad einst angetrieben hat. Schade, an den dazugehörigen Gebäuden hat in der Vergangenheit der Zahn der Zeit genagt und so schlummern sie langsam dem endgültigen Verfall entgegen.

 

 Auf zum Teil verschlungenen Pfaden geht es weiter durch eine abwechslungsreiche Landschaft mit vielen, von hohen Eichen umgebenen Hofstellen. Da viele dieser Höfe nicht mehr bewirtschaftet werden, war es für alle doch erstaunlich, in welch einem guten Zustand diese Hofanlagen sind.

 

Kurz vor dem Ende der Wandertour bekommen wir von Heinrich Meinke noch eine Einladung, das Dielenmuseum der Familie zu besichtigen, nicht ohne hier noch einen Köm mit auf den Weg zu bekommen.  

 

So treffen wir dann allesamt gutgelaunt und mit vielen Eindrücken reicher, wieder am Ausgangspunkt auf dem Hof Bockhop ein. Noch ein Blick in den schönen Hofladen, und ein herrlicher Wandertag mit viel Sonnenschein geht zu Ende.

 

Fazit der Mitwanderer: Wi freiht us all bannig up de nächste Wanderung.  

 

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