Dorfkulturkreis Wietzen: 33 Jahre „Wie  wör dat fröher“

Volles Haus beim Vortragsabend mit Helmut Rode.

 

Stühle schleppen hieß es wieder einmal für die Mitglieder des Dorfkulturkreises Wietzen, bevor Wilhelm Lüdeke die Gäste zum schon legendären “Pottkokenabend“ begrüßen konnte.

Viele Zuhörer aus der näheren und weiteren Umgebung waren gekommen um sich den Vortrag von Helmut Rode über die Familiengeschichte von Willi und Anna Rode anzuhören.

Wie gewohnt hatte Wietzens Archivpfleger wieder einmal viele alte Bilder und Dokumente herausgesucht und konnte diese so anhand einer Beamerschau in seiner gewohnt lockeren Art präsentieren, dazu zum größten Teil noch auf plattdeutsch.

Mucksmäuschen still war es im Saal und die Zuhörer wurden förmlich mitgenommen auf eine Zeitreise durch die Familiengeschichte. Willi Rode, geboren am 14.06.1903 in Dolldorf ; sein Herz schlug von Anfang an für die Landwirtschaft. So kam er dann später auch als Verwalter auf einen Hof in der Lüneburger Heide. Hier begegnete er seine spätere Frau Anna. Beide zusammen lebten eine schwierige Zeit durch: 2 Weltkriege und bei der Schilderung der Einzelschicksale kamen doch viele Zuhörer ins grübeln. Die Zeiten waren nicht einfach und oftmals mussten eigene Interessen vor denen von Hof und Familie zurück stecken. Interessant auch immer wieder die alten Fotos und Dokumente wie Zeugnisse und Bewerbungen. Diese sind heute zum Teil in der Geschichtswerkstatt in Wietzen einzusehen.

Aber wie es oft im Leben ist; aus den Träumen, einmal einen Hof zu bewirtschaften wurde nichts. So kam es, das Willi Rode zusammen mit Bruder Dietrich eine Landhandelsfirma,

erst in Dolldorf und später in Wietzen, gründeten. Willi machte aber nie einen Hehl daraus, nicht der geborene Kaufmann zu sein. Er saß lieber selber auf dem LKW oder probierte Maschinen für das Lohnunternehmen im Bereich Landwirtschaft, das nun noch hinzu gekommen war. Seine Frau Anna hingegen war die geborene Geschäftsfrau und somit zuständig für Büro und Geld. Im Umgang mit den Mitarbeitern manchmal hart, aber immer gerecht und ein offenes Ohr für deren Probleme. Ein geflügeltes Wort von ihr ist vielen Wietzenern noch bekannt: „Wennt morn mol rägent“. (Wenn es morgen mal regnet)Es fand immer Verwendung wenn doch noch spät Abends oder auch in der Nacht noch mal eine Arbeit aufgetragen wurde und die Mitarbeiter kein Verständnis dafür hatten!

Helmut Rode zum Schluss: Viel Freud und Leid in einem langen Leben, doch wenn es darauf ankam, standen alle fest zueinander um  Schwierigkeiten in Beruf und Familie zu meistern.

Auch dieser Vortrag des Dorfkulturkreises wieder ein interessanter Abend  der Mut macht, den eingeschlagenen Weg aus einem bunten Mix von Veranstaltungen für alle Generationen bei zu behalten.

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